KONJORLLOE - Wo unsere Arbeit begann

Mit Konjorlloe fing alles an. Die kleine Gemeinde wurde während des 14-jährigen Bürgerkrieges von Rebellengruppen zerstört, die Bewohner des Ortes flohen in einem 2-Wöchigen Fussmarsch in die Hauptstadt oder über die nahegelegenen Grenzen nach Guinea oder Sierra Leone um sich in Sicherheit zu bringen. Die Freundschaft zu Rudolf Janke, der selbst vor Ausbruch des Bürgerkrieges aus beruflichen Gründen in Liberia gelebt hatte, wendete das Schicksal der Bewohner Konjorlloes. Mit Janke's finanzieller Unterstützung, war es möglich 200 Einwohnern auf zwei LKWs die Reise zurück in die Heimat zu ermöglichen. Seitdem unterstützte Janke über mehrere Jahre Konjorlloe im Wiederaufbau  ihrer Gemeinde. Seit 2012 wird diese Arbeit durch den Verein, Liberia-Freunde e.V. fortgeführt. Bisher wurde durch dieses Engagement der Bau einer richtigen Schule, Trinkwasserbrunnen, größeren und regenfesten Häuser, eine Dorfhalle, einer ersten Komposttrockentoilette, und einem Hebammenhaus mit Gästezimmer ermöglicht. 

Die Schule

Ergänzung der Schule um Junior-High-Zweig (Klasse 7 - 9):

Es gibt einen großen Mangel an weiterführenden Schulen in der Region und damit verbunden sind sehr lange Schulwegen. Um einen Schulbesuch zu ermöglichen muss daher sogar von einigen Familien der Umzug in Erwägung gezogen werden. Daher planen die Liberia Freunde  die Schule um 3 Räume zu erweitern und für diese Klassen entsprechend ausgebildete zusätzliche LehrerInnen einzustellen - Ein äußerst wichtiges, aber großes Vorhaben, das mit erheblichen laufenden Kosten verbunden ist.

 

Das Hebammenhaus

Ausweitung der basismedizinischen Versorgung im ländlichen Raum:

Das derzeitige Gesundheitszentrum (THC) soll zukünftig sowohl einen erweiterten Kreis von bis zu 20 Dörfern versorgen und gleichzeitig durch mehr Behandlungsräume Arbeitsmöglichkeiten für zusätzlich zeitlich befristet beschäftigtes medizinisches Personal ermöglichen. Mit diesem externen Fachpersonal könnte auch ein reger Informations- und Erfahrungsaustausch mit den Einsatzkräften vor Ort begonnen werden.

Für die damit verbundenen weiteren Wege ist auch die Anschaffung eines Mopeds erforderlich, um den mobilen Dienst aufrechterhalten zu können. Wege von bis zu knapp 2 Stunden zu Fuß gilt es nach der Ausweitung des Aktionsraumes durch ein Moped entscheidend zu verkürzen.

 

 

Brunnen

Brunnen mit Handpumpe:

Zusätzlich zu den in den letzten 10 Jahren bereits mit sauberem Trinkwasser versorgten 8 Dörfern wird derzeit mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Monrovia der Bau von Brunnen mit Handpumpe in bisher auf verschmutztes Bachwasser angewiesenen 3 Dörfern vorangetrieben. Für die Trockenzeit des Jahres 2019 sind weitere 2 oder 3 Brunnen vorgesehen.