Trinkwasser

Hinsichtlich des seit 2010 explizit durch die UN verbrieften Menschenrechts auf sauberes Trinkwasser konnten in den letzten Jahren kontinuierliche Fortschritte erzielt werden. Jährlich wurde für mehrere hundert Menschen in der Region der entsprechende Zugang durch den Bau neuer Handpumpenbrunnen, insgesamt mittlerweile in 13 Dörfern mit zusammen rund 9.000 Einwohnern gesichert werden.

 

In Konjorlloe konnte im Zuge der notwendigen Reparatur einer Pumpe die Diskussion um die Einführung einer Wassergebühr erfolgreich abgeschlossen werden. Townchief John Kotio hat sich in diesem Zusammenhang zum Ziel gesetzt, zukünftig von allen profitierenden Haushalten 25 LD pro Monat einzusammeln, um für eine eventuelle nächste Brunnenreparatur die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung stellen zu können. Diese Entscheidung wurde sukzessive in nahezu allen betroffenen Dörfern – mit wechselndem Unkostenbeitrag – durchgesetzt. Ein Meilenstein in Richtung auf eine nachhaltige Trinkwasser-versorgung und eine vorbeugende Gesundheitsvorsorge im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der UN ist damit erreicht. Da noch immer zahlreiche Dörfer in der Region, die auch bereits besucht wurden, ohne Trinkwasser-versorgung auskommen müssen, ist die Fortsetzung dieses Pro-gramms in den nächsten Jahren weiterhin prioritär. Jährlich können bis zu 3 Brunnen gebaut und die Funktions-fähigkeit aller gesichert werden, wenn die Finanzierung gesichert ist und die Wasser-gebühren seitens der Bevölkerung regelmäßig erfolgen. Allerdings ist jede erforderliche Reparatur immer wieder verbunden mit temporären Versorgungsausfällen aus unterschied-lichen Gründen.

 

Insbesondere ein falscher Ort, zu geringe Tiefe oder ein unzureichendes Gebührenvolumen waren dabei in den letzten Jahren ausschlaggebend. Eine kontinuierliche Evaluierungsarbeit von außen ist vorerst weiterhin dringend ebenso erforderlich wie Planungsgespräche vorab im Rahmen der jährlichen Projektbesuche von Rudolf Janke. Zusätzliche, aktive Entwicklungskoordinatoren würden sich auch positiv auswirken und die Ausweitung der Versorgung beschleunigen.