Ebola Prävention

In 2014 kam es zum größten bekannten Ausbruchs der Ebola-Epidemie im Drei-Länder-Eck von Guinea, Sierra Leone und Liberia. Der Ausbruch zentrierte sich daher mitten auf den im Bezirk Foya liegenden Hauptaktionsraum von Liberia-Freunde e.V.. Obwohl zu dieser Zeit die Lage in der Region laut "Ärzte ohne Grenzen" bereits als außer Kontrolle geraten eingeschätzt wurde, herrschte in den ländlichen Gemeinden ein enormes Informationsdefizit. Durch unseren Kontakt zu unseren Partnern vor Ort konnten jedoch wichtige Hinweise gegeben werden um die lokale Bevölkerung ausreichend zu informieren und damit auch auf die Gefahren der Krankheit vorzubereiten.

 

Mit dem Ausbruch kam es auch zum Zusammenbruch der einheimischen Märkte und einer immensen Preissteigerungen (Reis z.B. um 200%). Hinzu kam die Schließung öffentlicher Einrichtungen (insbesondere der Schulen). Durch Versorgungsprobleme und die Nutzung aller bisher angesparter Ressourcen litt dir Bevölkerung unter Hunger. In diesem Zusammenhang hat sich die kurzfristige Anpassung des Kooperationsprogramms durch eine zusätzliche Ebola-Präventionsmaßnahme in den betreuten Projektregionen als enorm hilfreich und effektiv erwiesen.

 

Unser Beitrag zur Ebola-Prävention

Durch den präventiven Einsatz eines Gesundheitsberaters, der die Bevölkerung für den Zeitraum eines Jahres jederzeit auch mit den wichtigsten Medikamenten und in Notfällen mit Essen versorgte, und die Einführung von zusätzlichen Hygienemaßnahmen (Toiletten und Handwascheinrichtungen) konnten trotz unmittelbarer Nähe zum Epizentrum des Ebola-Ausbruchsjegliche Ansteckungen der ansässigen Bevölkerung im Projektgebiet von 15 Dörfern, d.h. 7500 Einwohnern, mit dem Virus verhindert werden.